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Presseerklärung des Hamburger Bündnisses „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“ zu Protesten am Goethe-Gymnasium in Hamburg-Lurup

Auf der Homepage des Goethe-Gymnasiums Hamburg-Lurup ist zu lesen, dass die Schule seit 2006 mit dem „Gütesiegel für vorbildliche Berufsorientierung ausgezeichnet“ wird, unter anderem weil sie „außerschulische Lernorte“ in den Unterricht integriere. Das Ziel der schulischen Arbeit sei, so heißt es weiter, die Förderung von „Kernkompetenzen im sozialen Umgang mit anderen“, „Toleranz und Verantwortung“, um „langfristig die Anschlussfähigkeit“ der SchülerInnen zu steigern. „Von Beginn an“ werde auf „ein friedliche Miteinander“ und auf ein „konfliktfreien Umgang“ besonders Wert gelegt.
„Wie sich diese löblichen Ansprüche damit in Einklang bringen lassen, dass die Schulleitung jedes Jahr die Bundeswehr zu ihrer „Berufsinfobörse“ einlädt, ist mir schleierhaft“, so Christin Bernhold, Sprecherin des Hamburger Bündnisses „Bildung ohne Bundeswehr“. Der parteiunabhängige Zusammenschluss protestierte am Donnerstag Abend (1.12.2011) dementsprechend vor der Aula der Schule, in der SchülerInnen der Jahrgangsstufen 8 bis 12 unter anderem von einem Vertreter der Bundeswehr über – wie es in den Propagandamaterialien der Militärs heißt – eine „Karriere mit Zukunft“ beim Bund „informiert“ wurden.
„Auf unsere Briefe an die Verantwortlichen der Schule haben wir keine Antwort erhalten. Wir hatten die Schulleitung gebeten, die Bundeswehr wieder auszuladen“, so Bernhold. „13-jährige Schülerinnen und Schüler zu ausgebildeten und bezahlten Jugendoffizieren der Bundeswehr zu schicken, die den Auftrag haben, die Meinung des Bundesverteidigungsministeriums nach außen zu vertreten, ist verantwortungslos. Sie beschönigen Kriege und stellen Geld in Aussicht, damit junge Menschen zur Bundeswehr kommen. ‚Friedliche‘ Formen der Konfliktlösung lernt man bei der Bundeswehr nur, sofern sie der militärischen Logik dienen.“ Die Jugendlichen, denen über Flyer und im direkten Gespräch das Anliegen des Bündnisses näher gebracht wurde, reagierten bis auf wenige Ausnahmen positiv.
Die Rekrutierungs- und Indoktrinierungseinsätze an Schulen, die schon seit einigen Jahren – jetzt noch verstärkt seit der Aussetzung der Wehrpflicht – von der Bundeswehr angeboten und durchgeführt werden, verletzen nicht nur die politische Neutralität der Schulen als Lern- und Bildungsinstitution. Sie gewöhnen auch Menschen schon früh daran, dass Militärs und Krieg im öffentlichen Leben „dazu gehören“. „Die Bundeswehr ist kein ‚normales Unternehmen‘ wie jedes andere“, so Bernhold schließlich. „Während hier der Jugendoffiziere berichtet, wie schön es beim Bund ist, sind bereits die nächsten Kontingente der Bundeswehr auf dem Weg nach Afghanistan, um dort für die westlichen Wirtschaftsinteressen Bomben zu werfen und Menschen zu töten.“

Pressekontakt:
Christin Bernhold erreichen sie unter folgender Telefonnummer: 01577-8271728
Schreiben sie uns an: bildungohnebundeswehr@gmx.de
Homepage: bildungohnebundeswehr.blogsport.de
Facebook: Bob Hamburg

PM: Bildung ohne Bundeswehr auf der Messe „Du und deine Welt“

Hamburg, 3. Oktober 2011

Pressemitteilung des
Hamburger Bündnisses „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“

Das Hamburger Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“ protestierte heute, am 3.Oktober 2011, gegen die großflächige Präsenz der Bundeswehr auf der Messe „Du und deine Welt“. Am letzten Tag der Messe entfalteten AktivistInnen über dem Eingang Süd der Messehallen ein Transparent mit der Aufschrift „Bildung ohne Bundeswehr – Krieg ist keine Berufsperspektive“ (Foto im Anhang), während der Messestand der Bundeswehr mit Konfetti und Toilettenpapier verschönert wurde (Foto im Anhang). Die BesucherInnen der Messe reagierten positiv auf die Aktion zivilen Ungehorsams und nahmen die Flugblätter des Bündnisses bereitwillig mit.

Du und deine Welt„Die Bundeswehr hat auf Messen genau so wenig etwas zu suchen wie in Schulen“, so das Mitglied des Bündnisses Bildung ohne Bundeswehr (BoB) Christin Bernhold.
„Die Bundeswehr ist aggressiver Akteur in Kriegen, in denen rücksichtslos für die Interessen von Konzernen und westlichen Staaten Menschen ermordet und natürliche Lebensgrundlagen vernichtet werden. Auf der Messe ‚Du und deine Welt‘ will sie sich als ganz normaler Arbeitgeber inszenieren, für Kriege Akzeptanz schaffen und neue Rekruten werben“, so Bernhold weiter.
„Insbesondere an einem Tag wie heute möchten wir daran erinnern, dass die Zusammenführung der Bundesrepublik und der DDR auch den Weg für die Remilitarisierung der deutschen Außenpolitik geebnet hat. Der vorläufige Höhepunkt dieser Entwicklung ist der imperialistische Krieg und die Besatzung Afghanistans.“

Du und deine Welt ohne BundeswehrUnser Bündnis hat sich aus diesem Grund zum Ziel gesetzt, Protest und Widerstand gegen die Rekrutierung und die öffentlichen Auftritte der Bundeswehr in Hamburg zu organisieren. Mit unserer Forderung „Bildung ohne Bundeswehr“ bezwecken wir die Entmilitarisierung der sogenannten Heimatfront.

Wir setzen uns dafür ein, dass die VertreterInnen der Bundeswehr weder in den Hamburger Schulen, Universitäten und anderen staatlichen Bildungseinrichtungen auftreten noch bei sonstigen öffentlichen Anlässen werben dürfen.

Kontakt:
Christin Bernhold erreichen sie unter folgender Telefonnummer: 01577-8271728

Schreiben sie uns an bildungohnebundeswehr@gmx.de

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PM zum Antikriegstag 2011

Hamburg, 1. September 2011

Pressemitteilung des Hamburger Bündnisses „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“

Das neu gegründete Hamburger Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“ hat sich mit einem Jugendblock an der Demonstration des Hamburger Forums anlässlich des Antikriegstages am 1. September beteiligt. Das Bündnis nutzte die Gelegenheit, sich bei einer Zwischenkundgebung mit Aktionen, Flugblättern und einem Redebeitrag vorzustellen.

Etwa 500 Menschen waren dem Aufruf des Hamburger Forums gefolgt. Während einer Zwischenkundgebung in der Mönckebergstraße wurde vom angrenzenden Karstadt-Gebäude ein großflächiges Transparent mit der Aufschrift „Bildung ohne Bundeswehr – Krieg ist keine Berufsperspektive“ hinuntergelassen. Zusätzlich wurden Handzettel mit erfundenen Traueranzeigen in die Menge geworfen und verteilt, aus denen hervorging, dass von der Bundeswehr rekrutierte SchülerInnen in Kriegen häufig zu MörderInnen oder selbst zu Opfern werden. Ein schwarzer Sarg, der in der Demonstration mitgetragen wurde, veranschaulichte den Standpunkt des Bündnisses. Aus dem Jugendblock wurden Parolen wie „Wir wollen keine Kriege mehr – Bildung ohne Bundeswehr!“ gerufen.

Die Demonstration war ein guter Anlass, um mittels der Aktionen und eines Redebeitrages das Bündnis und seine politischen Positionen und Vorhaben vorzustellen. Die Rednerin verdeutlichte, dass die Organisatoren der Demonstration und die am BoB-Bündnis beteiligten Gruppen und Einzelpersonen die zentrale Absicht eint, über die Gründe für die heutigen imperialistischen Kriege der BRD und anderer kapitalistischer Staaten, z.B. in Afghanistan oder in Libyen, aufzuklären und Protest und Widerstand dagegen zu organisieren.

Die Forderung nach einer „Bildung ohne Bundeswehr“ bezweckt die Entmilitarisierung der sogenannten Heimatfront: Die Präsenz von Jugendoffizieren und WehrdienstberaterInnen in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen dient der Bundeswehr als Rekrutierungs- und Werbemaßnahme. Die Bundesregierung arbeitet nicht nur mittels der Bundeswehrreform daran, die Kriegsfähigkeit der BRD zu steigern, um ihre Interessen im Zweifel auch mit Waffengewalt durchsetzen zu können. Sie sucht dafür auch im Bildungsbereich nach zukünftig besser ausgebildeten SoldatInnen und will sich darüber hinaus eine größere Kriegsbereitschaft durch die Bevölkerung sichern.
Die politische Organisation gegen die Militarisierung der Bildung ist daher ein essentieller Teil antimilitaristischer Friedenspolitik.

„Die Bundeswehr hat in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen nichts zu suchen“, so das Bündnismitglied Christin Bernhold. „Sie ist aggressiver Akteur in Kriegen, von denen nur westliche Staaten und ihre Konzerne profitieren. Sie gaukelt den SchülerInnen vor, ein Interesse an Frieden zu haben oder ihnen einen sicheren Beruf bieten zu können, dabei indoktriniert und rekrutiert sie nur für Kriege, in denen entfesselte Gewalt und Zerstörung herrscht und viele Menschen sterben“, so Bernhold weiter.
„Wir lehnen jegliche Einsätze der Bundeswehr ab. Der Schwur „Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ ist und bleibt uns eine Verpflichtung!“

Kontakt:
Christin Bernhold erreichen sie unter folgender Telefonnummer: 01577-8271728
Schreiben sie uns an bildungohnebundeswehr@gmx.de
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