Es fehlen 43 und viele mehr! Ayotzinapa und deutsche Waffen in Mexiko


Am 26. September 2014 verschwanden im mexikanischen Bundesstaat Guerrero 43 politisch aktive Studenten der Pädagogischen Fachhochschule Ayotzinapa. An der Entführung und mutmaßlichen Ermordung wirkten wahrscheinlich staatliche Repressionsorgane, Drogenbanden und VertreterInnen der politisch-ökonomischen Eliten des Landes zusammen. Bis heute ist der Verbleib der 43 Studenten ungeklärt.
Bei der Entführung kamen, wie in zahlreichen anderen Fällen im mexikanischen Krieg im Innern, auch deutsche Waffen zum Einsatz. Die Firma Heckler & Koch exportiert seit Langem tausende G36-Sturmgewehre nach Mexiko, auch nach Guerrero, wo die Studenten verschleppt wurden. Im Jahr 2018 genehmigte die Bundesregierung wieder Waffenlieferungen im Wert von über 8,6 Millionen Euro nach Mexiko.
Unser Gast Prof. Christof Parnreiter (Universität Hamburg) wird anlässlich des fünften Jahrestags die Hintergründe zur Entführung der 43 Studenten darlegen und mit uns die Rolle der deutschen Waffenindustrie im Krieg im Innern Mexikos diskutieren.