Archiv für September 2019

Komm zum BoB-Café


Du willst Information statt Propaganda? Du willst was gegen Krieg und Kapitalismus tun? Und du hast Hunger und Durst?

Dann bist du bei uns genau richtig. Ab September 2019 veranstalten wir als Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“ jeden zweiten Donnerstag im Monat im Internationalen Zentrum B5 (Brigittenstraße 5, 20359 Hamburg) das BoB-Café.

Jeweils ab 19 Uhr zeigen wir in gemütlicher und solidarischer Atmosphäre Spiel- und Dokumentarfilme, die eine kritische Sicht auf aktuelle oder historische Entwicklungen rund um die Frage von Krieg und Frieden eröffnen und deren Inhalte in den Mainstream-Medien kaum abgebildet werden. Wir wollen uns über Geschehnisse der Vergangenheit und Gegenwart eine eigene Meinung bilden, damit wir heute effektiv und effizient gegen Bellizismus, Kriege und Kapitalismus kämpfen können.

In den nächsten Monaten werden wir unter anderem Hintergrundberichte über die schmutzige US-Kriegsführung mit Killerdrohnen und -kommandos, rechte paramilitärische Netzwerke in Westeuropa oder den aktuellen Widerstand der palästinensischen Bevölkerung gegen die israelische Besatzung zugänglich machen. Auch Biopics, z.B. zum kongolesischen Politiker Lumumba, oder Bio-Dokus, etwa über die südafrikanische Widerstandskämpferin Winnie Mandela oder den ermorden burkinischen Revolutionär Thomas Sankara, und vieles mehr wird es zu sehen geben.

Zu den Filmen bieten wir gegen eine Spende von zwei Euro günstiges und leckeres veganes Essen sowie zu erschwinglichen Preisen diverse alkoholische und alkoholfreie Getränke an.

Nach den Filmen besteht auch die Möglichkeit, mit anderen Gästen und uns zu diskutieren. Bei der Gelegenheit kannst du auch das Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“ und seine Arbeit kennenlernen.

Es fehlen 43 und viele mehr! Ayotzinapa und deutsche Waffen in Mexiko


Am 26. September 2014 verschwanden im mexikanischen Bundesstaat Guerrero 43 politisch aktive Studenten der Pädagogischen Fachhochschule Ayotzinapa. An der Entführung und mutmaßlichen Ermordung wirkten wahrscheinlich staatliche Repressionsorgane, Drogenbanden und VertreterInnen der politisch-ökonomischen Eliten des Landes zusammen. Bis heute ist der Verbleib der 43 Studenten ungeklärt.
Bei der Entführung kamen, wie in zahlreichen anderen Fällen im mexikanischen Krieg im Innern, auch deutsche Waffen zum Einsatz. Die Firma Heckler & Koch exportiert seit Langem tausende G36-Sturmgewehre nach Mexiko, auch nach Guerrero, wo die Studenten verschleppt wurden. Im Jahr 2018 genehmigte die Bundesregierung wieder Waffenlieferungen im Wert von über 8,6 Millionen Euro nach Mexiko.
Unser Gast Prof. Christof Parnreiter (Universität Hamburg) wird anlässlich des fünften Jahrestags die Hintergründe zur Entführung der 43 Studenten darlegen und mit uns die Rolle der deutschen Waffenindustrie im Krieg im Innern Mexikos diskutieren.