Archiv für April 2017

Hamburger Ostermarsch 2017

Ostern gehen bundesweit tausende auf die Straße, um gegen Krieg, Auslandseinsätze der Bundeswehr, Militarismus, Rüstungsproduktion und Rüstungsexporte zu demonstrieren. In Hamburg hatte das Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung unter dem Motto „Den Kriegen zum Trotz: Frieden jetzt! Sofort!“ zur Demonstration am Ostermarsch aufgerufen. Dem Aufruf folgten rund 1.500 Menschen. Es ging vom St.-Georgs-Kirchhof zur Abschlusskundgebung auf dem Carl-von-Ossietzky-Platz, wo auch das Friedensfest im Anschluss stattfand.

Wir haben während der Zwischenkundgebung eine kurze Rede halten dürfen, die wir im Folgenden dokumentieren:

Rede für den Ostermarsch 2017

Liebe Friedensbewegte, Liebe GenossInnen!
Ich möchte heute über drei Tatsachen reden, denen wir als Friedensbewegung ins Auge sehen müssen – auch wenn sie noch so schmerzlich sind.
Erste Tatsache: Unser Protest, unsere Arbeit als Friedensbewegung ist noch immer unabdingbar. Noch immer und immer wieder stürzen die kapitalistischen Großmächte die Welt in Krieg und Elend: Irak, Afghanistan, Syrien, Mali, Ukraine, Jemen – die Liste ist lang. Dass Obama, der als erster Präsident zwei komplette Amtszeiten dauerhaft Kriege geführt hat, mit dem Friedensnobelpreis bedacht wurde, ist ein schlechter Witz. Aber auch bei der Europäischen Union ist der Friedenspreis vollkommen fehl am Platz. Mit dem zerstörerischen Potenzial und der kriegerischen Praxis der USA kann die Europäische Union zwar nur in ihren Träumen mithalten. Und doch organisiert sie die zunehmende militärische Zusammenarbeit zwischen ihren Mitglieds- und Anrainerstaaten. Sie plant, finanziert und treibt multinationale Rüstungs- und Kriegsprojekte voran. Solange die Herrschenden in Politik und Wirtschaft ihre Macht und ihren Profit mit kriegerischen Interventionen sichern, müssen und werden wir weiter auf die Straße gehen, um dagegen zu protestieren. Kein Frieden mit der NATO! Kein Frieden mit der Europäischen Union!
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