Schulbesuch des Jugendoffiziers in der Stadtteilschule Lurup

Für Montag, den 21.11.2016, hatte die Stadtteilschule Lurup einen Jugendoffizier der Bundeswehr eingeladen. Er sollte den SchülerInnen der elften Klasse im Hinblick auf ihre Berufs- und Studiumswünsche die Angebote des Militärs präsentieren.

Laut einer Lehrerin, die sich uns vorstellte mit den Worten, sie habe die Bundeswehr für den Projekttag mit dem Schwerpunkt „Berufsorientierung“ eingeladen, waren es die SchülerInnen, die sie aufgrund ihrer Nachfragen dazu gedrängt hätten, eben dies zu tun.
Einige Eltern hingegen, die ihre Kinder an diesem Morgen zur Schule brachten, zeigten sich empört darüber, dass die Bundeswehr auf diesem Wege direkt an ihre Kinder herantrat und dass sie als Eltern seitens der Schule darüber überhaupt nicht informiert worden waren.

Indem wir am Montagmorgen vor Unterrichtsbeginn vor dem Gelände der Stadtteilschule Lurup Flyer verteilten und mit Transparenten auf die Präsenz der Bundeswehr im Unterricht der Oberstufe aufmerksam machten, setzte BoB ein klares Zeichen gegen die Rekrutierungs- und Propaganda-Veranstaltungen der Armee an Schulen. Krieg ist keine Berufsperspektive! In dieser Haltung wurden wir auch an diesem Tag vielfach bestätigt. Wir werden weiterhin dafür sorgen, dass die Bundeswehr nicht ohne Öffentlichkeit und Protest an Hamburger Schulen um junge Menschen wirbt und sie indoktriniert.