Archiv für Oktober 2016

Bundeswehr auf der InterGEO

Vom 11.-13.10.2016 fand in den Hamburger Messehallen die /INTERGEO/ statt.

Diverse Aussteller präsentierten ihre Produkte/ Angebote zu den Themen
„Verarbeitung, Nutzung und Analyse von Geodaten“.

Auch die Bundeswehr war hierbei vertreten, um im Rahmen ihres
Geoinformationsdienstes über„Berufsmöglichkeiten im zivilen und
militärischen Bereich“ sowie entsprechenden Systemen aufzuklären und zu
werben.

Daher haben wir als BoB am Donnerstagmorgen, den 12.10.2016, unser
politisches Statement öffentlich vor dem Messe-Etablissement gesetzt!

InterGEO BpB

Wie sich herausstellte, wussten viele Besucher gar nicht von der
Anwesenheit der Bundeswehr auf der /INTERGEO/ und vermittelten uns
vielfach Zuspruch.

Krieg ist keine Berufsperspektive, deshalb sagt BoB ‚Nein zum Werben
für’s Sterben!‘ und wird auch in Zukunft Bundeswehrauftritte enttarnen,
öffentlich hinterfragen und kritisieren.

Die Waffen nieder!

Am Samstag, den 8.10.2016, fand in Berlin eine Friedensdemonstration unter dem Motto „Die Waffen Nieder!, Kooperation statt NATO Konfrontation, Abrüstung statt Sozialabbau“ statt. Zu diesem Anlass wurde deutschlandweit mobilisiert und auch BoB beteiligte sich daran, der Politik des Krieges und der Aufrüstung ein deutliches Zeichen der Ablehnung entgegenzusetzen. Mit mindestens 8.000 Kriegsgegner und Kriegsgegnerinnen zogen wir am Samstagmittag vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor.
BoB_Friedensdemo
Die Demonstration wurde vom Bundesausschuss Friedensratschlag, Kooperation für den Frieden und Berliner Friedenskoordination veranstaltet, die sich allesamt als Dachverbände oder Koordinationsstellen für Friedensorganisationen oder Initiativen begreifen und damit einen nicht unerheblichen Teil der Friedens- und Antikriegsbewegung repräsentieren. Auch unter den Erstunterzeichnern und Erstunterzeichnerinnen finden sich prominente Organisationen, unter anderem die DFG-VK Ortsverbände, Attac Deutschland, Föderation demokratischer Arbeitervereine (Didf), Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend, NaturFreunde Deutschlands, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BDA e.V.) und viele mehr.
Der Menschenzug, der durch die Berliner Innenstadt lief, war eine optisch und politisch bunte Ansammlung von Aktivisten und Aktivistinnen, die ihren Widerstand friedlich auf die Straße trugen. Die Demonstration war laut und wurde wahrgenommen. Besonders die Start- und Endkundgebung erregten großes Aufsehen und auch entlang der Route geriet man in Kontakt mit interessierten Passanten und Passantinnen. Mit ihren 8.ooo Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die Demonstration ein Erfolg der Friedens- und Antikriegsbewegung. Widerstand gegen die Kriegspolitik der BRD und ihrer Bündnispartner wird wieder sichtbarer.

Die Forderungen der Demonstrantinnen und Demonstranten lauteten: Abzug der Nato-Truppen aus allen Einsatzländern, drastische Reduzierung des Rüstungsetats, Stopp der Rüstungsexporte, die Ächtung der Kampfdrohne und keine Beteiligung an NATO-Manövern sowie Truppenstationierung entlang der Westgrenze Russlands. Diese Forderungen erachten auch wir für richtig und wichtig. Wesentliche Forderungen fehlen jedoch. Die fortschreitende Militarisierung der deutschen Zivilgesellschaft muss aufhören. Auch die Forderung nach mehr Geld für zivilgesellschaftliche und friedliche Lösungswege geht nicht weit genug. Krieg muss als Symptom einer Gesellschaft erkannt werden, die sich durch globale Konkurrenz um Macht, Ressourcen und Märkte auszeichnet. Erst mit dem Ende der globalen Ausbeutung können auch Kriege beendet werden. Sie sind immer Kämpfe um Macht und Geld. Deswegen sollte die Abschaffung der Bundeswehr als Institution zentrale Forderung der Friedens- und Antikriegsbewegung bleiben.
Der Erfolg dieser Demonstration zeigt, dass der Widerstand gegen Militarismus und Imperialismus in Deutschland einen Platz hat. Einen Platz, der ausgebaut und vertieft werden muss. Die Waffen nieder! Kooperation statt NATO Konfrontation, Abrüstung statt Sozialabbau!