Kein(en) Tag der Bundeswehr! Am 11. Juni auf die Straße!

Am 11. Juni 2016 macht die Bundeswehr zum zweiten Mal in der Nachkriegsgeschichte einen „Tag der Bundeswehr“. Das Bundesverteidigungsministerium will damit zum einen für die Kriege der herrschenden Klasse der Bundesrepublik Rückhalt in der Bevölkerung erzeugen. Zum anderen beabsichtigt die Hardthöhe, Begeisterung für das Militär als Institution zu wecken, die Verbindung zwischen ziviler Bevölkerung und Militär zu vertiefen und neue RekrutInnen anzuwerben.
Der „Tag“ findet an 16 Standorten der Bundeswehr im gesamten Bundesgebiet statt. Darunter ist in diesem Jahr zum ersten Mal auch Hamburg, wo die Bundeswehr im Normalbetrieb an der Bundeswehruniversität, deren Namenspate der verstorbene Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt (SPD) ist, und an der Führungsakademie ihr Offizierskorps ausbildet. Für die Bundeswehr-Hochschule ist von 10 bis 18 Uhr ein umfassendes Programm geplant, dessen „Höhepunkt“ um 16 Uhr ein sogenannter Beförderungsappell bilden soll.
Die Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) ruft für den 11. Juni bundesweit unter dem Motto „Kein(en) Tag der Bundeswehr“ zu Protesten auf. In Hamburg macht der lokale Ableger der DFG-VK vor der Helmut-Schmidt-Universität ganztägig von 10 bis 18 Uhr eine Kundgebung. Wer mitmachen will, kann sich direkt bei den FreundInnen melden (hamburg@dfg-vk.de). Alle bislang geplanten Aktionen findet man hier.
Das Hamburger Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“ unterstützt die Proteste vor Ort und ruft alle Friedensbewegten, AntimilitaristInnen und AntiimperialistInnen dazu auf, sich an den geplanten Aktionen zu beteiligen und selbständig Protest und Widerstand zu organisieren.