Archiv für August 2014

Heraus gegen Krieg und Militarismus! Aufruf zur Demo am Antikriegstag (1.9.)

Die Bilanz der letzten knapp 20 Jahre imperialistischer Politik à la NATO und Europäische Union (EU) ist, gemessen am eigenen Anspruch, eine Welt in Frieden herzustellen, eine einzige Bankrotterklärung. Der aktuelle Krieg in der Ukraine, den die deutsche und die US-Regierung mit angezettelt haben, besitzt das Potential, einen Flächenbrand auszulösen.
Gleichzeitig halten sie Israel den Rücken frei und liefern Waffen, während dessen Militär den Gazastreifen in Schutt und Asche bombardiert. Der Irak und Syrien sind weitgehend zerstört. Der größte Militäreinsatz der NATO-Geschichte in Afghanistan ist politisch gescheitert.
Aber solange es den politisch-ökonomischen Interessen der herrschenden Klasse dies- und jenseits des Atlantiks nutzt und weder Protest noch Widerstand sich in diesen Staaten regt, wird sich diese Form internationaler Politik, in der sich das Recht des Stärkeren durchsetzt, nicht ändern. Solange wird auch an der deutschen Heimatfront weiter fleißig rekrutiert, indoktriniert und militarisiert.

Widerstand und Protest gegen diese Politik sind notwendig! Lasst uns gegen diese für Menschen und Natur tödliche Mixtur aus Krieg und Militarismus gemeinsam am „Antikriegstag“ (1.9.) auf die Straße gehen!

18:00 Uhr │ Auftakt am Kriegsklotz, S-Dammtor/U-Stephansplatz
19:00 Uhr │ Kundgebung Barlachstele, Rathausmarkt
19:30 Uhr │ Kundgebung Jungfernstieg, Alsteranleger
Im Anschluss Menschenkette um die Binnenalster

Offizieller Aufruf der Demo-Veranstalter „Den Kriegsterror beenden!“

BoB goes Methfesselfest – Podiumsdiskussion zu linker Friedenspolitik heute

Am Wochenende vom 22. bis zum 24. August findet in Hamburg-Eimsbüttel das jährliche Methfesselfest statt. Dieses Mal steht es unter dem Motto „Frieden und soziales Miteinander: regional – international – überall!“. Das „Initiativ- und Kulturfest“ bietet zahlreichen politischen Organisationen und Gruppen die Möglichkeit, ihre Arbeit zu präsentieren, sich auszutauschen und um Unterstützung zu werben. Außerdem ist es eine angenehme Möglichkeit, in der Nachbarschaft zusammen zu kommen und bei Musik, Politik und Freizeit einen netten Nachmittag miteinander zu verbringen.

Im politischen Rahmenprogramm des Festes gibt es verschiedene Veranstaltungen, unter anderem zur Entwicklung des bolivarischen Prozesses in Venezuela, zur Erinnerung an den Kampf der Internationalen Brigaden in Spanien vor 75 Jahren oder zu den derzeit geplanten Freihandelsabkommen wie dem zwischen den USA und der EU, dem TTIP. Am letzten Tag des Festes (Sonntag, 24. August) findet um 12 Uhr auf der Bühne passend zum Motto des Methfesselfests eine Podiumsdiskussion zu der Frage „Was tun wir für den Frieden?“ mit verschiedenen VertreterInnen der Hamburger Friedens- und Antikriegsbewegung statt. Das Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“ wird sich daran beteiligen. Wer nicht zum „War starts here Camp“ gefahren ist, ist herzlich eingeladen, nach Eimsbüttel zu kommen (U2-Lutterothstraße) und mit zu diskutieren.

BoB beim „War starts here Camp 2014″

Bereits zum dritten Mal findet dieses Jahr (vom 17. bis zum 25. August) das „War starts here Camp“ aus Protest gegen das Gefechtsübungszentrum (GÜZ) in Sachsen-Anhalt statt. Das GÜZ Altmark bei Hillersleben/Magdeburg ist der modernste Truppenübungsplatz Europas. Auf 232 Km² wird hier Krieg geübt ausprobiert, vorbereitet mittels Laserwaffen, Rauchbomben, Kunstblut, Schauspieler, nachgebauten kosovarischen und afghanischen Dörfern. Aufstandsbekämpfung bis Interventionskriege werden von Luft- und Bodenmilitärtrupps simuliert. Der private Betreiber „Rheinmetall Dienstleistungszentrum Altmark“ vermietet das Gelände an die Bundeswehr, EU Battlegroups und die NATO.
Das Hamburger Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“ wird auch vor Ort sein und die Proteste aktiv unterstützen. Am Donnerstag wird das Bündnis im Rahmen des Camp-Programms einen Workshop zur Militarisierung der Bildung, wie z.B. Schulen, durch die Bundeswehrpropaganda und -rekrutierung ausrichten. Wir wollen insbesondere ein Forum bieten, um sich über antimilitaristische Arbeit gegen Rekrutierung an der sogenannten Heimatfront auszutauschen und gemeinsam Gegenstrategien diskutieren.
Wir rufen alle Antimilitaristinnen und Antimilitaristen auf, sich vor allem an den Aktionen gegen das GÜZ zu beteiligen! (Aufruf)