Archiv für Dezember 2013

Hamburger Schulen kooperieren mit Bundeswehr

Neben den üblichen Werbe- und Rekrutierungsveranstaltung der Bundeswehr, die für die ersten Monate des neuen Jahres angekündigt wurden, haben die Militärs mit einigen anderen Schulen weitere ähnliche Projekte wie Truppenbesuche und POLIS-Seminare vereinbart. Zum Beispiel fahren SchülerInnen der 9. Klasse (sic!) des Matthias-Claudius-Gymnasium zu einem Seminar nach Berlin. Des Weiteren fahren

- am 6.1. Schüler- und Lehrerinnen einer 12. Klasse des Gymnasiums Lohbrügge zu einem Seminar nach Berlin;
- am 9.1. Schüler- und Lehrerinnen einer 9. Klasse des Matthias-Claudius-Gymnasium zu einem Seminar nach Berlin;
- am 15.1. Schüler- und Lehrerinnen einer 11. Klasse der Heinrich-Hertz-Schule zu einem Seminar nach Berlin;
am 17.3. Schüler- und LehrerInnen einer 12. Klasse derCharlotte-Paulsen-Gymnasiums zu einem Seminar nach Berlin;
- vom 27. -29.1. nimmt das Charlotte-Paulsen-Gymnasium an einem POLIS-Seminar in der Ferienanlage Schönhagen teil;
- vom 27. -29.1. nimmt das Wilhelm-Gymnasium an einem POLIS-Seminar in der Ferienanlage Schönhagen teil;
- vom 3. – 5.2. nimmt das Gymnasium Eppendorf an einem POLIS-Seminar in der Ferienanlage Schönhagen teil;
- vom 3. – 5.2. nimmt das Gymnasium Osterbek an einem POLIS-Seminar in der Ferienanlage Schönhagen teil;
- vom 10. -12.2. nimmt das Gymnasium Bornbrook an einem POLIS-Seminar in der Ferienanlage Schönhagen teil;
- vom 10. -12.2. nimmt das Gymnasium Wentorf an einem POLIS-Seminar in der Ferienanlage Schönhagen teil.

Wen­det Euch mit Emails an die Schu­len und macht klar, dass die Bun­des­wehr kein Aus­bil­der und kein Ziel für Freizeitausflüge wie jedes an­de­re ist!

Aufruf gegen die NATO-Sicherheitskonferenz 2014 in München

Wir rufen auf zum Protest gegen die NATO-Kriegstagung 2014 in München:
Beteiligt Euch – lautstark, phantasievoll und kreativ!
50 mal SIKO – 50 mal zuviel

Die sogen. Münchner Sicherheitskonferenz (SIKO) – begonnen 1962 als Wehrkundetagung – laut Veranstalter die „weltweit wichtigste“ Versammlung der wirtschaftlichen, politischen und militärischen Machteliten v. a. der NATO- und EU-Staaten.

Regierungschefs und -chefinnen, Minister_innen und Parlamentarier_innen, hochrangige NATO-Militärs und Repräsentanten der größten Wirtschafts- und Rüstungskonzerne beraten hier über Strategien zur Aufrechterhaltung ihrer globalen Vorherrschaft. Bei informellen Gesprächen sind auch künftige Militärinterventionen und dafür erforderliche Kriegskoalitionen das Thema. (mehr…)

Für Protest und Widerstand im neuen Jahr – die neuen Bundeswehrtermine sind da

Im ersten Quartal des kommenden Jahres setzt die Bundeswehr ihren Werbe- und Reklamefeldzug an der „Heimatfront“ fort. Folgende Termine stehen bereits fest:
9.1.14 Julius-Leber-Gesamtschule, 12. Klasse
15.-16.1.14 Gymnasium Blankenese, 10. und 11. Klasse
12.2.14 Wirtschaftsgymnasium Am Lämmermarkt, 12. Klasse
1.-2.2.14 Jobmesse
21.-22.2.14 Messe „Einstieg“

Wendet Euch mit Emails an die Schulen und macht klar, dass die Bundeswehr kein Ausbilder wie jeder andere ist!

Protest zeigt Wirkung: Generalinspekteur der Bundeswehr sagt Vorlesung an der Uni Hamburg ab!

Seit knapp einem Monat hat das Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“ beharrlich auf unterschiedlichem Wege dagegen protestiert, dass der Fachbereich Informatik (FBI), das Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und das Carl Friedrich von Weizsäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) den Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, an die Universität Hamburg eingeladen haben. Er sollte dort im Rahmen der Carl Friedrich von Weizäcker-„Friedensvorlesung“ „Cyber-Security Cyber-War Cyber-Peace“ einen Vortrag zum Thema „Cyber Security – die Rolle der Bundeswehr“ halten.
Jetzt haben die Veranstalter bekannt gegeben, dass die für den 4. Dezember geplante Vorlesung des ranghöchsten Soldaten in der Bundesrepublik, der verantwortlich für alle deutschen Kriegseinsätze ist, abgesagt wurde. Offiziell entfällt der Vortrag „wegen Terminproblemen“. Näheres ist zu den Hintergründen jedoch nicht in Erfahrung zu bringen.

Die Probleme bleiben: Militarisierung und Kriegspolitik bekämpfen!
So erfreulich es ist, dass die Bundeswehr in diesem Fall ihre Marschrichtung geändert hat und nicht an die Universität Hamburg kommt: Es handelt sich dabei nur um einen kleinen Achtungserfolg.
Die umfassende Militarisierung der Gesellschaft, das innenpolitische Pendant zur deutschen Kriegspolitik im Ausland, wird ungebrochen fortgesetzt. Die große Koalition von CDU/CSU und SPD strebt nicht nur eine verstärkte zivilmilitärische Zusammenarbeit, den Ausbau der militärischen Infrastruktur im Inland und die Militarisierung (Hoch)Schulen an. Laut Koalitionsvertrag bereiten sich die drei Parteien auch auf weitere Kriegseinsätze zu Wahrung und Durchsetzung der ökonomischen und politischen Interessen Deutschlands „weltweit“ vor.
Die anderen Referate der „Friedensvorlesung“ sind in diesem Zusammenhang ebenfalls politisch mehr als bedenklich. Zum Beispiel wurde wiederholt der sicherheitspolitische Diskurs der militärischen Bedrohung durch Cyberangriffe bestärkt, mit dem militärische Operationen gerechtfertigt werden.

Auch in Zukunft gilt: Bundeswehr raus aus der Uni!
Die Militärs werden wieder an die Uni kommen wollen. Daran gibt es keinen Zweifel. Das Bündnis „Bildung ohne Bundeswehr (BoB)“ wird dann Protest organisieren und mit kreativen Aktionen zur Stelle sein! Dafür brauchen wir aber auch Deine Hilfe. Komm vorbei und mach mit!

Für Mitarbeit und Whistleblower: bildungohnebundeswehr@gmx.de